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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. Oktober 2011, 19:03 
Leider ist das Problem im Modellbau ja weit verbreitet, egal in welchem Maßstab oder ob es um Karossen oder Decals geht. Mir sind schon kopierte Decals unter gekommen, bei der der Kopierer sogar die Firmenlogos des Originalherstellers mit abgekupfert hat :oops:

Ich habe auch kein Verständnis, wenn man sich für den Eigengebrauch was abkupfert. Sorry, es muss doch klar sein, dass der Produzent des Originals das mitbekommt und am Ende den Spaß daran verliert. Und ob es am Ende so viel billiger ist, sich 10 eigene Abgüsse zu machen anstatt Carsten anzumailen und zu fragen "Du, ich hätte gerne 10 davon, können wir da einen Sonderpreis mit Mengenrabatt machen", das wäre auch erst einmal noch zu beweisen.

Die Konsequenz von Carsten kann ich absolut verstehen. Die Leute, wegen denen es soweit gekommen ist, werden es aber vermutlich nicht verstehen, leider.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. Oktober 2011, 21:00 
Seh es doch mal von der anderen Seite- warum sich die Mühe machen und selber kreativ sein, wenn man was abkupfert und das dann 30% billiger verkauft als der Originalherrsteller?? Jeder der hier gern mehr bezahlt für ein Resinmodell im Vgl. zum Nachguss (der genauso gut ist aber 30%günstiger) ->bitte ein Schritt nach vorn!

Der Markt für Raubkopien, speziell im Bereich Modellbau, ist gestiegen. Man hat erkannt das man damit richtig gut Geld machen kann. In anderen Foren hat das mittlerweile ja (leider) Tradition, das Kopien von alten, nicht mehr existierenden Resinmodellen angeboten werden zu einem unschlagbaren Preis.

Stellt sich die Frage- wer schlägt da nicht zu?Kopie hin oder her?? Und dann tauchen diese Nachgüsse als "Originalmodell" (Dachbodenfund) bei 0,8,15..euer auf-teilweise mit schwindelerhöhenden Preisen. Der Käufer denkt er hat ein seltenes "Originalmodell" erworben, dabei ist es nur eine Kopie/Nachguss.


marcel


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. Oktober 2011, 23:23 
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Ich kann mich meinen Vorrednern eigentlich nur anschließen. Auch ich habe in der letzten Zeit festgestellt, dass der Verkauf von abgekupferten Modellen immer mehr zunimmt und leider auch von immer mehr Modellbauern ohne Nachzudenken akzeptiert wird. Mir ist es ganz konkret im Jahr 2009 in Erfurt passiert, dass einer dort den Tank eines Tanklasters als Resinmodell verkaufte, wovon das Urmodell ganz sicher bei mir im Schrank liegt. Wochen später gab es davon zig Modelle schön bunt lackiert für ca. 30,- in Dresden auf dem Trödelmarkt.

Ich war völlig "begeistert", habe den Herren in Erfurt zur Rede gestellt, bekam zur Antwort, "ja auf dem Trödelmarkt gekauft, nix dabei gedacht" usw. Das einzige, was mich tröstet, dass es meinen Tank jetzt so viele Jahre schon gibt, dass wirtschaftliche Schäden auszuschließen sind und es sich bei mir um reines Hobby handelt. Konsequenz: ich gebe Neues nur noch an einige Freunde ab, wo ich weiß, dass nix kopiert wird.

Was aber tun, wenn an den Modellen ein Gewerbe hängt? Ich habe von tschechischen Freunden die Aussage gehört, sie produzieren Ihre erste Serie erst komplett fertig und verkaufen erst dann einen ganzen Schwung mit einmal. Danach sollte Ihre Investition wieder im Kasten sein. Und sie produzieren immer Aufwendiger, so dass kopieren eben schwieriger wird.

Ich befürchte aber, dass viele Hersteller diesen Kampf aufgeben werden und nur noch festverklebte und lackierte Fertigmodelle verkaufen werden. Oder eben ganz aufhören. Schade.

Thomas


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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. Oktober 2011, 06:45 
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Thomas Balzer hat geschrieben:
...Was aber tun, wenn an den Modellen ein Gewerbe hängt? ...

Dann kann man nur das tun, was die Fa. Rietze praktiziert. Geschmacksmusterschutz anmelden, Rechte sichern
und diese konsequent und mit juristischer Hilfe durchsetzen. Das spricht sich herum und schützt die Investition.
Vor allem, da die Kopierer wirtschaftlich i.d.R. kleine Lichter sind und sich so eine Breitseite, wenn überhaupt, nur
einmal leisten können.

Wobei man dazu sagen muß, daß Rietze den Kopierern eine einmalige Chance läßt, aus den Nummer heraus zu
kommen, wenn es sich um Menschen handelt, die einem Verbotsirrtum unterlagen, was bei der allgegenwärtigen
Diskussion über das Urheberrecht in den jüngeren Jahren jedoch immer seltener der Fall sein dürfte.

Gruß
AKA

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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. Oktober 2011, 08:11 
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[-X . . . . . alle die jetzt den Finger gehoben haben, denken bei Musik-CD's wahrscheinlich anders! Oder?? Was ist am Modell anders?
Die Schwelle zum "das tut man nicht" wird immer niedriger! [-X Ulr.Heyer

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...schau mal rein; http://www.truck-copy.de
und http://www.pmc-dortmund.de


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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. Oktober 2011, 12:11 
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Kopiert wurde schon immer und es wird auch immer weiter kopiert werden. Fragwürdig ist halt die Kopiererei sobald das von jemandem gemacht wird um damit Geschäfte zu machen. Kopien für den Eigenbedarf muss man als Hersteller einkalkulieren. Das ist auch in Musikbranche so um den Einwurf von Ulrich aufzugreifen. Und das Unrechtsgefühl sinkt leider immer weiter. Zudem sind die Möglichkeiten heute Kopien zu erstellen wesentlich einfacher als es vor ein paar Jahren noch war. Früher wurde mit Wachs abgeformt und Spritzlinge auf dem Herd eingeschmolzen um dann einen Abguss zu erstellen. Heute bekommt man alles was man dazu braucht im Baumarkt. Ob sich Kopien letztendlich rechnen kommt auch darauf an wie erfahren derjenige ist. Wer es noch nicht gemacht hat wird wahrscheinlich günstiger fahren wenn er das Modell ein zweites mal kauft.

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Gruß

Michael

Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. Oktober 2011, 14:51 
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Michael Scheel hat geschrieben:
Kopiert wurde schon immer und es wird auch immer weiter kopiert werden. Fragwürdig ist halt die Kopiererei sobald das von jemandem gemacht wird um damit Geschäfte zu machen. Kopien für den Eigenbedarf muss man als Hersteller einkalkulieren. Das ist auch in Musikbranche so um den Einwurf von Ulrich aufzugreifen. Und das Unrechtsgefühl sinkt leider immer weiter. Zudem sind die Möglichkeiten heute Kopien zu erstellen wesentlich einfacher..............


Dem Urheber das Geschäft wegnehmen ist auch, wenn man "Kumpels" damit kostenfrei versorgt, und nicht mal Geld nimmt!!!! Ob CD oder Resin, das bleibt gleich! Der potenzielle Käufer ist weg! U.Heyer

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Zuletzt geändert von Ulrich Heyer am Donnerstag 6. Oktober 2011, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. Oktober 2011, 16:39 
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Du zitierst mich doch schon. Ich habe nirgendwo was von Kumples versorgen geschrieben sondern nur vom Eigenbedarf.

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Michael

Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. Oktober 2011, 17:19 
...das Thema ist nicht neu, stellt sich aber immer wieder aufs Neue...

Bereits im Jahre 1980 widmete der damalige Chef des Hauses dem Thema (und Treiben) seine besondere Aufmerksamkeit.

Er publizierte hierzu seine ganz eigenen Gedankengänge und im Resümee sein Patentrezept:

Damals im folgenden Wortlaut:

"Der private Sammler kann seine im Fachhandel gekauften Wiking-Modelle nach belieben verändern oder ergänzen.

Erst der Vertrieb derart verändeter Wiking-Modelle verletzt unsere Rechte (wir nennen es Raubnutzung) und schädigt uns wie auch den Fachhandel spürbar."

Fazit: Das Thema hat selbst nach über 30 Jahren nicht an Brisanz verloren.

Gruß Herbert


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BeitragVerfasst: Donnerstag 6. Oktober 2011, 17:41 
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Das ging jetzt mal glatt am Thema vorbei! Hier geht es um die Nachgüsse von Modellen, bei Wiking ging es damals um den Verkauf veränderter Modelle.

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Gruß Lothar

Hobby ist die Kunst, mit dem gröstmöglichen Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzielen


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